Der Kaiser der Franzosen (und der Elbaner!)

Mehr als 200 Jahre sind vergangen, seit er Portoferraio zum ersten Mal betreten hat, und dennoch scheint mir, ihn jeden Tag auf den Straßen der Insel zu sehen.

Er wurde auf Elba verbannt, konnte aber seinen Rang eines Prinzen und Kaisers und die Souveränität über das elbanische Territorium beibehalten; So wurde Napoleon Bonaparte Herrscher über die Insel und in den wenigen Monaten, in denen er hier regierte (vom 3. Mai 1814 bis 26. Februar 1815), arbeitete er hart daran, unauslöschliche Spuren zu hinterlassen.

Das erste, was der berühmteste General der Geschichte der Insel “schenkte”, kaum auf Elba angekommen, ist eine selbst entworfene Flagge: weiß, mit einem roten Kreuzstreifen und drei Bienen drauf. Noch heute ist die Fahne ein sorgsam bewachtes Symbol der 35.000 Einwohner der Insel Elba.

Paolina und der kleine Hof von Portoferraio

Napoleon setzt sich von Anfang an ein, Elba und das Leben seiner Bewohner zu verbessern, und wir müssen eingestehen, dass ihm sein Vorhaben sehr gut gelingt. Bereits bestehende Straßen werden verbreitert und neue gebaut, die obligatorische Nutzung des Badezimmers wird eingeführt und neue Eisenminen in Rio nell’Elba eingeweiht. Dank seinem Auftauchen erlebt die Insel neuen Glanz und der hohe Adel erscheint erstmals auf unserer kleinen Insel.

Auch die Ankunft seiner geliebten Schwester lässt nicht lange auf sich warten…

Mit ihrem für die damalige Zeit etwas zu extrovertierten Charakter sorgte Paolina für viel Aufsehen auf der Insel. Zusammen mit ihren begabten Schneiderinnen führt sie die französische Mode in Portoferraio ein, und wegen ihr entdecken die friedlichen Elbaner das Vergnügen: dank ihr ziehen Salons und prunkvolle Feste in den kleinen Hof von Portoferraio… Stellen Sie sich die Veränderung vor, die Elba in diesen wenigen Monaten durchgemacht hat!

Villa dei Mulini und Villa San Martino

Möchten auch Sie die kaiserlichen Monate, die Elba mit seinem “kleinen Korporal” verbrachte, noch einmal erleben? Dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als Napoleons zwei Residenzen in Portoferraio zu besichtigen und in den Luxus einzutauchen, wenn man es so nennen will, der unsere Insel während seines Exils umhüllte.